Belfast is worth a trip!

Mein Auslandspraktikum in Nordirland
Ein Bericht von Felix Preinfalk


Die Idee ein Auslandspraktikum im Zuge meiner Lehrausbildung zu absolvieren hatte ich während meiner Zeit in der Berufsschule. Als ersten Schritt Richtung Auslandserfahrung habe ich ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf in Englisch und Deutsch verfasst und anschließend an die IFA (Internationaler Fachkräfte Austausch) gesendet.
Nach sorgfältiger Prüfung und Organisation bekam ich schlussendlich sowohl von der IFA als auch seitens meines Betriebes das Go für ein Auslandspraktikum in Belfast, Nordirland. Zwei Wochen vor der Abreise nahm ich zudem an einem Infomeeting teil, wo ich alle anderen PraktikantInnen, welche zum gleichen Zeitpunkt auch ein Auslandsmonat in Belfast absolvieren sollten, kennenlernte.

Am 28.05.2017 war es nun endlich so weit – mein einmonatiges Auslandsabenteuer in Belfast ging los. Am Flughaben in Wien-Schwechat angekommen, wurde die erste Euphorie aber erst mal etwas gebremst, da der Flieger von British Airways aufgrund technischer Störungen nicht starten konnte.

Mit nun einem Tag Verspätung in Belfast gelandet, wurden erst einmal die Zimmer in der Unterkunft aufgeteilt. Wir lebten in einem Appartement mit sechs 2er Zimmer und einer großen Gemeinschaftsküche. In der ersten Woche hatte ich jeweils jeden Werktag von 9 – 13 Uhr Sprachschule um meine Englischkenntnisse zu festigen. Am Nachmittag stand bereits jeweils von 14 – 16.30 arbeiten am Programmpunkt.

Während den gesamten vier Wochen in Irland war die Queens University of Belfast mein Arbeitsplatz. Dort war ich in der Abteilung für Luftfahrtforschung untergebracht. Zu den Aufgaben in der ersten Woche zählte das Recherchieren von diversen Werkstoffen und Legierungen. Die Ergebnisse musste ich anschließend zusammenfassen und meinem Vorgesetzten vorstellen. Nachdem diese erste Hürde gemeistert war, folgten die Einführung in das Labor und ein Rundgang durch das Universitätsgelände.

Nun ging es auch endlich mit den Prüfungen los: Mit einer Aluminiumlegierung durfte ich Wärmebehandlungsversuche durchführen. Meine Aufgabe war es, eine Wärmebehandlung bei vier verschiedenen Temperaturen (500°C, 525°C, 550°C, 575°C) stattfinden zu lassen. Anschließend habe ich die Proben präpariert und die Härte geprüft. Nachdem sich herausstellte, dass bei 575°C die höchste Härte erreicht wurde, wurden nun alle vier Proben mit 575°C behandelt. Jetzt musste ich die Proben noch anlassen. Dazu verwendete ich 150°C und ich sollte vier verschiedene Zeiten (30min, 1h, 4h, 8h) testen. Nach dem Wärmebehandeln wurden wieder alle Proben präpariert und poliert und danach die Härte geprüft. Für alles zusammen benötigte ich ca. 2,5 Wochen. Danach folgte das Schreiben eines Reports über meine Testergebnisse.

Mit meinen Arbeitskollegen-Innen bzw. mit den Studenten der Uni kam ich sehr gut klar. Auch in der Freizeit haben wir etwas gemeinsam unternommen. Fußball, Sightseeing sowie private Einladungen haben mir den Aufenthalt sehr erträglich gemacht.

Wenn ich in der Arbeit zwischen den Versuchen Zeit hatte, nutzte ich die Chance und ließ mir verschiedene universitäre Einrichtungen zeigen.
Dies war zum Beispiel das 3D-Drucken oder die Röntgen-Prüfung

Als ich den Report fertiggestellt hatte, durfte ich die Studierenden bei diversen Arbeiten unterstützen.
Neben der Arbeit kam natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz. Gemeinsam als Gruppe  haben wir Lehrlinge auch sehr viel gemeinsam unternommen und natürlich Belfast und Umgebung unsicher gemacht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich während der vier Wochen in Irland sowohl sprachlich, beruflich als auch sozial sehr viel gelernt habe. Auch neue Arbeitsweisen konnte ich mir aneignen und in einen anderen Arbeitsalltag hineinschnuppern. Wenn ich nochmal die Möglichkeit bekommen würde ins Ausland zu gehen, würde ich diese Chance  sofort ergreifen!


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  • Ausblick vom Cavehill

  • University of Belfast

  • Giant's Causeway

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